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11. September 2026

Inklusion ernst nehmen und erhalten!

Wie viele andere Schulen auch steht die Gesamtschule Holweide täglich vor großen Herausforderungen. Dort, wo täglich über 2000 Menschen zusammen lernen und sich begegnen, gibt es viel zu tun. Über Jahrzehnte hinweg arbeitet die Schule daran, ein guter Lernort für alle ihre Schüler*innen zu sein. Aktuell sieht sie allerdings ihren Weg zu einer Schule für ALLE bedroht: Seit über 2 Jahren wartet die Schule nun auf die Nachbesetzung der zur Schule gehörigen Ergotherapie-Stelle und der Motopädie-Stelle. Schulische Therapiestellen sind kein „Nice – to – have“, sondern gehören zu unserer Schule und ermöglichen die Inklusion von Schüler*innen, die ansonsten nicht inklusiv beschult werden können. Im August, mitten in den Ferien, erreicht uns dann ein Schreiben der Verwaltung, dass unsere 5 Stellen für Menschen im Bundesfreiwilligendienst bzw. Freiwilligen Sozialem Jahr ab dem 01.01.2027 ersatzlos gestrichen sind. Faktisch bedeutet es für vier der Stellen eine sofortige Einstellung, eine Stelle läuft noch bis November. Den jungen Menschen, die uns gerne ein Jahr im Bereich Inklusion unterstützten wollten, hat man wenige Tage vor Vertragsbeginn gesagt, dass das doch nicht geht und in diesem Zuge Stellen an städtischen Förderschulen angeboten. Ein klarer Verstoß gegen die UN- Behindertenrechtskonvention! Mit diesen Stellen fallen für unsere Schüler*innen Betreuungsangebote zum Rückzug, zusätzliche Betreuung im Unterricht, eine Randzeitenbetreuung bei Stundenausfällen sowie zeitweise Schulwegebetreuung und Schulwegüben weg. Ebenso bedroht ist aktuell unsere Schüler*innenbibliothek. Auch hier setzt die Stadt den Rotstift an und verschiebt die dortige Stelle in ein Schulsekretariat einer anderen Schule. Die Öffnung der Bibliothek als Rückzugs – sowie Lernort steht in Frage. Zudem weisen wir erneut daraufhin, dass das Problem des Schulwegs für schwerer behinderte Kinder NICHT gelöst ist und auch eine Lösung nicht in Sicht ist. Immer noch müssen Eltern ihre Kinder täglich zu uns ins Gemeinsame Lernen fahren, wohingegen sie an eine Förderschule häufig gefahren würden. Auch dies widerspricht der UN – Behindertenrechtskonvention. Bei den angesprochenen Themenfeldern ist die Stadt Köln als unser Schulträger zuständig und verantwortlich. Wir bitten alle zuständigen Menschen, sich ihrer Verantwortung gegenüber den jungen Menschen bewusst zu sein, Kürzungen des Haushaltes nicht zu Lasten der jungen Generation vorzunehmen und die Verbindlichkeiten, die unter anderem aus der UN– Behindertenrechtskonvention und dem kommunalen Inklusionsplan für Schulen (Stadt Köln 2019) erwachsen, umzusetzen. – Schulgemeinschaft der Gesamtschule Holweide –
27. August 2026

Schuljahresabschluss des Fair’n’Free

Zum Abschluss des Schuljahres machte sich das Team des Schulweltladens Fair'n'Free auf den Weg ins Museum Ludwig. Unser Ziel war nicht die viel besuchte Kusama-Ausstellung, sondern eine kleine, fast unscheinbare Ausstellung mit dem Titel „HIER UND JETZT. De/Collecting Memories from Turtle Island“. Wahrscheinlich wäre jede und jeder von uns allein in wenigen Minuten durch die Ausstellung gegangen – ohne wirklich zu verstehen, worum es geht. Zum Glück wurden wir von einer äußerst kompetenten Museumspädagogin begleitet. Durch ihre Erklärungen eröffneten sich immer neue Perspektiven, sodass wir gar nicht genug von der Ausstellung bekommen konnten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Kulturen der Indigenen Nordamerikas aussahen, bevor europäische Siedler den Kontinent kolonisierten, die Menschen vertrieben und ihre Lebensweisen zerstörten oder verdrängten. Die Ausstellung regte dazu an, vertraute Geschichtsbilder zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie Erinnerungen entstehen – und wer sie erzählt. Spannend war auch ein weiterer Teil der Ausstellung: Wir betrachteten historische Fotografien, die sich als geschickte Fälschungen herausstellten – entstanden lange bevor es Computer oder Bildbearbeitungsprogramme gab. So wurde deutlich, dass Bilder schon immer manipuliert werden konnten und dass es sich lohnt, genau hinzuschauen und Quellen kritisch zu hinterfragen. Für uns als Genoss*innen des Fair’n’Free war der Besuch sehr interessant. Wer sich mit globaler Gerechtigkeit, Kolonialgeschichte und dem respektvollen Umgang mit anderen Kulturen beschäftigt, nimmt aus einer solchen Ausstellung viele Denkanstöße mit. Dank der hervorragenden Führung wurde aus einer kleinen Ausstellung ein großes Erlebnis – und ein gelungener Abschluss des Schuljahres. 
19. Juli 2026

Freiwillige Förderkurse (kostenfrei)

Ab dem 22. September 2026 bieten wir jeden Dienstag nach Unterrichtsschluss 90 Minuten gezielte Unterstützung in Mathe, Deutsch und Englisch an. Das Angebot findet in kleinen Gruppen direkt in der Schule statt. Das Angebot richtet sich an Schüler:innen von der 7. bis zur 10. Klasse mit BuT-Anspruch. Die Kurse sind komplett kostenfrei. Anmeldefrist: ab sofort – Plätze sind begrenzt. Jetzt informieren und anmelden: www.startchancen.com/anmeldung.
19. Juli 2026

Deutsch-Türkischer Lesewettbewerb an der GEHW

Sprache verbindet – und Literatur schafft Begegnungen. Unter diesem Gedanken fand am 6. Juli 2026 der deutsch-türkische Lesewettbewerb an der Gesamtschule Holweide statt. Die Veranstaltung wurde von Kevser Korkmaz im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes gemeinsam mit weiteren Referendarinnen des ZfsL Köln initiiert und organisiert. Ziel war es, die türkische Sprache und Literatur erlebbar zu machen, die Vorlesekompetenz der Schüler*innen zu stärken und vor allem einen schulübergreifenden Austausch zu ermöglichen. Erstmals kamen die Türkischkurse des 9. Jahrgangs der Gesamtschule Holweide, der Trude-Herr-Gesamtschule, der Ferdinand-Lassalle-Realschule und der Lise-Meitner-Gesamtschule zu einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen. Bereits vor Beginn des Wettbewerbs kamen die Jugendlichen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und lernten sich über die Schulgrenzen hinweg kennen. So entstand eine offene und wertschätzende Atmosphäre, in der Sprache nicht nur gelernt, sondern gemeinsam gelebt wurde. Im Wettbewerb präsentierten 21 Schüler*innen ausgewählte türkische Gedichte vor einer Jury und einem interessierten Publikum. Mit viel Ausdruck, Bühnenpräsenz und persönlichem Engagement zeigten sie eindrucksvoll, wie Literatur Menschen berühren und verbinden kann. Ein besonderer Erfolg für die Gesamtschule Holweide war der 3. Platz unserer Schülerin Fatma Güven, die die Jury mit ihrem ausdrucksstarken Vortrag überzeugte. Die Erstplatzierten wurden mit Wunschgutscheinen und Schreibutensilien ausgezeichnet, alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde als Anerkennung ihrer Leistung. Der Lesewettbewerb war damit weit mehr als ein Vorlesewettbewerb. Er setzte ein Zeichen für Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und gelebte Zusammenarbeit zwischen Schulen. Solche Begegnungen schaffen Verbindungen, stärken das Selbstvertrauen junger Menschen und zeigen, wie Schule über den Unterricht hinaus zu einem Ort des Dialogs und der Gemeinschaft werden kann. Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Schulen, der Jury sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt zudem Elif Yüksel, die die Planung, Organisation und Durchführung des Lesewettbewerbs begleitet und unterstützt hat. Kevser Korkmaz
17. Juli 2026

Abschiedsbrief

Liebe Schulgemeinde, das Schuljahr 2025/2026 ist zu Ende. Es war das Jahr unseres 50-jährigen Jubiläums mit einem wunderschönen Sommerfest, einem würdigen Festakt und vielen Veranstaltungen im Rahmen unserer Pädagogischen Reihe. Wir blicken zurück auf ein weiteres Jahr vieler schulischer Erfolge mit 10er-Abschlüssen und dem Abitur und den entsprechenden festlichen Abschlussfeiern. Für mich war es mein letztes Schuljahr, das siebte als Schulleiterin der Gesamtschule Holweide. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mich bei dieser Aufgabe unterstützt haben und mir immer wieder Mut gemacht haben, neue Herausforderungen, an denen es nicht mangelte, anzunehmen und bestenfalls zu bewältigen. Ich wünsche mir, dass die Schule schon sehr bald wieder ein vollständiges Schulleitungsteam hat und das große Schiff kraftvoll und zuversichtlich die Fahrt wieder aufnehmen kann. Jetzt steht aber erst einmal die wohlverdiente Sommerpause an. Eine Zeit, um sich zu erholen und neue Energie zu tanken. Nutzen Sie / nutzt die Zeit, um neue Leidenschaften zu verfolgen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Das werde ich jetzt auch tun!!! Mit den herzlichsten Grüßen Ihre/eure Kiki Dohle
14. Juli 2026

Erfolgreiche DELF-Prüfungen – Félicitations!

Wir gratulieren unseren 12 Schüler*innen der Jahrgänge 8, 9 und 12, die dieses Schuljahr an den DELF-Prüfungen teilgenommen haben, ganz herzlich zum bestandenen Sprachzertifikat.  Das DELF (Diplôme d'Études en Langue Française) ist ein international anerkanntes Sprachzertifikat des französischen Bildungsministeriums. Es bescheinigt die Französischkenntnisse auf verschiedenen Niveaustufen und kann bei Bewerbungen, im Studium oder im Berufsleben von großem Vorteil sein.  In den Niveaustufen A1, A2 sowie B1 stellten unsere Französischschüler*innen sehr gute Kenntnisse beim Sprechen, Schreiben, Hörverstehen und Leseverstehen unter Beweis. Die schriftlichen Prüfungen fanden an unserer Schule statt - für die mündlichen Prüfungen machten sich die Schüler*innen sogar auf den Weg zum Institut français, zum Gymnasium Kreuzgasse und zum Gymnasium Schaurtestraße, um dort mit 'echten' Muttersprachler*innen kurze Gespräche und Rollenspiele durchzuführen. Dazu gehört viel Engagement und Mut und es ist eine ganz besondere Erfahrung! Wir sind stolz auf die tollen Leistungen unserer Schüler*innen und hoffen, dass sich auch viele andere Französischlernende für die Teilnahme an den DELF-Prüfungen entscheiden. Es lohnt sich – eine großartige Möglichkeit, die eigenen Sprachkenntnisse unter Beweis zu stellen und ein weltweit anerkanntes Zertifikat zu erwerben!
14. Juli 2026

Exkursion zur Kirche St. Engelbert

Im Rahmen des Musikunterrichts der Einführungsphase (EF) zum Thema Barock unternahmen die Musikkurse am Montag, 6. Juli, eine Exkursion zur Kirche St. Engelbert in Köln-Riehl. Vor Ort stand die Orgel, das zentrale Instrument der Barockzeit, im Mittelpunkt der Erkundung. Unter fachkundiger Anleitung von unserem Musiklehrer Jonas Ehmer erhielten die Schüler*innen spannende Einblicke in den Aufbau und die Funktionsweise der Orgel sowie in ihre Bedeutung für Konzerte und Gottesdienste. Für viele war es eine ganz neue Erfahrung, den besonderen, vielschichtigen Klang dieses Instruments live zu erleben. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, die Orgel selbst auszuprobieren und unterschiedliche Klangfarben zu entdecken. Zum Abschluss spielte Jonas Ehmer einige Stücke vor und demonstrierte eindrucksvoll die musikalischen Möglichkeiten des Instruments. Exkursionen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, da sie theoretische Inhalte erlebbar machen und nachhaltige Lernerfahrungen ermöglichen. Durch die direkte Begegnung mit historischen Instrumenten und authentischen Lernorten wird Musik nicht nur verstanden, sondern auch sinnlich erfahrbar.
13. Juli 2026

Der zerbrochne Krug

Mit unserer gesamten Stufe besuchten wir Ende Juni eine Neuinterpretation von Der zerbrochne Krug. Das Theaterstück griff den bekannten Klassiker von Heinrich von Kleist auf, setzte jedoch neue Schwerpunkte. Besonders auffällig war die feministische und gesellschaftskritische Inszenierung, die die Rolle von Frauen sowie Ungerechtigkeiten innerhalb der Justiz in den Mittelpunkt stellte. Das Konzept der Aufführung bestand darin, aktuelle Missstände im Justizsystem mit dem Justizapparat aus Kleists Drama zu vergleichen. Obwohl dieser zur Zeit Kleists (1777-1811) als modern galt, zeigte die Inszenierung, dass viele Probleme wie Machtmissbrauch oder fehlende Gerechtigkeit auch heute noch bestehen. Eine Besonderheit der Inszenierung war, dass die Auflösung des eigentlichen Falls bereits zu Beginn gezeigt wurde. Dadurch lag der Fokus nicht auf der Frage, wer den Krug zerbrochen hatte, sondern darauf, wie die Wahrheit im Verlauf der Gerichtsverhandlung verschleiert oder ans Licht gebracht wurde. Außerdem bestand das Ensemble lediglich aus vier Schauspieler:innen, die mithilfe verschiedener Kostüme und kleiner Veränderungen in unterschiedliche Rollen schlüpften. Dies gelang überzeugend und machte die Aufführung abwechslungsreich. Das Bühnenbild war bewusst minimalistisch gestaltet und wirkte gleichzeitig altertümlich. Dadurch lag der Fokus weniger auf der Ausstattung als auf den Figuren und ihrer Wirkung. Die schlichte Kulisse unterstützte die Handlung und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Konflikte und Botschaften des Stücks. Auch die Sprache trug zum Gelingen der Inszenierung bei. Die Schauspieler:innen fanden ein gelungenes Mittelmaß zwischen der altertümlichen Sprache des Originals und einer modernen, gut verständlichen Ausdrucksweise. Dadurch blieb der Charakter des Werkes erhalten, ohne dass das Verständnis erschwert wurde. Auffällig war außerdem, dass die Rolle der Gerichtsrätin Walter mit einem Akzent gesprochen wurde. Dies unterstrich ihre Rolle als außenstehende und unabhängige Person im Bezug zur Dorfgemeinschaft. Besonders gelungen war die Verbindung zur heutigen Zeit. Obwohl Der zerbrochene Krug vor über 200 Jahren geschrieben wurde, wurden aktuelle Bezüge zur Justiz hergestellt. Das Stück regte zum Nachdenken darüber an, dass auch heute noch nicht jeder Mensch vor Gericht die gleichen Chancen hat und dass Machtpositionen den Ausgang von Verfahren beeinflussen können. Diese Kritik machte deutlich, dass Fragen nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung weiterhin aktuell sind. Kritisch zu bewerten ist jedoch der Umgang mit den Themen Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe und sexuelle Belästigung. Diese wurden stellenweise verharmlosend dargestellt und an anderen Stellen sehr direkt und aggressiv inszeniert. Da sich die Aufführung an Schüler:innen richtete, wäre eine Triggerwarnung im Vorfeld sinnvoll gewesen. Gerade bei solch sensiblen Themen sollte Rücksicht auf mögliche Betroffene genommen werden. Insgesamt war die Aufführung modern, spannend und zum Nachdenken anregend. Die neue Interpretation verlieh dem klassischen Werk eine aktuelle Bedeutung und zeigte, dass Themen wie Machtmissbrauch, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit auch heute noch eine wichtige Rolle spielen. Trotz einzelner kritischer Aspekte, insbesondere im Umgang mit sensiblen Themen, war der Theaterbesuch eine interessante Erfahrung für unsere gesamte Stufe. Veras GK Deutsch Q1