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Inklusion ernst nehmen und erhalten!

Wir sind hier – wir sind laut, weil ihr uns die [THERAPIE/ BUFDIES/ BIBI/ TAXIS/…] klaut.

Wie viele andere Schulen auch steht die Gesamtschule Holweide täglich vor großen Herausforderungen. Dort, wo täglich über 2000 Menschen zusammen lernen und sich begegnen, gibt es viel zu tun. Über Jahrzehnte hinweg arbeitet die Schule daran, ein guter Lernort für alle ihre Schüler*innen zu sein. Aktuell sieht sie allerdings ihren Weg zu einer Schule für ALLE bedroht:

  • Seit über 2 Jahren wartet die Schule nun auf die Nachbesetzung der zur Schule gehörigen Ergotherapie-Stelle und der Motopädie-Stelle. Schulische Therapiestellen sind kein „Nice – to – have“, sondern gehören zu unserer Schule und ermöglichen die Inklusion von Schüler*innen, die ansonsten nicht inklusiv beschult werden können.
  • Im August, mitten in den Ferien, erreicht uns dann ein Schreiben der Verwaltung, dass unsere 5 Stellen für Menschen im Bundesfreiwilligendienst bzw. Freiwilligen Sozialem Jahr ab dem 01.01.2027 ersatzlos gestrichen sind. Faktisch bedeutet es für vier der Stellen eine sofortige Einstellung, eine Stelle läuft noch bis November. Den jungen Menschen, die uns gerne ein Jahr im Bereich Inklusion unterstützten wollten, hat man wenige Tage vor Vertragsbeginn gesagt, dass das doch nicht geht und in diesem Zuge Stellen an städtischen Förderschulen angeboten. Ein klarer Verstoß gegen die UN- Behindertenrechtskonvention! Mit diesen Stellen fallen für unsere Schüler*innen Betreuungsangebote zum Rückzug, zusätzliche Betreuung im Unterricht, eine Randzeitenbetreuung bei Stundenausfällen sowie zeitweise Schulwegebetreuung und Schulwegüben weg.
  • Ebenso bedroht ist aktuell unsere Schüler*innenbibliothek. Auch hier setzt die Stadt den Rotstift an und verschiebt die dortige Stelle in ein Schulsekretariat einer anderen Schule. Die Öffnung der Bibliothek als Rückzugs – sowie Lernort steht in Frage.
  • Zudem weisen wir erneut daraufhin, dass das Problem des Schulwegs für schwerer behinderte Kinder NICHT gelöst ist und auch eine Lösung nicht in Sicht ist. Immer noch müssen Eltern ihre Kinder täglich zu uns ins Gemeinsame Lernen fahren, wohingegen sie an eine Förderschule häufig gefahren würden. Auch dies widerspricht der UN – Behindertenrechtskonvention.

Bei den angesprochenen Themenfeldern ist die Stadt Köln als unser Schulträger zuständig und verantwortlich. Wir bitten alle zuständigen Menschen, sich ihrer Verantwortung gegenüber den jungen Menschen bewusst zu sein, Kürzungen des Haushaltes nicht zu Lasten der jungen Generation vorzunehmen und die Verbindlichkeiten, die unter anderem aus der UN– Behindertenrechtskonvention und dem kommunalen Inklusionsplan für Schulen (Stadt Köln 2019) erwachsen, umzusetzen.

– Schulgemeinschaft der Gesamtschule Holweide –